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Benzin, Elektro, Akku ? Welche Kettensäge eignet sich wofür ?

Welche Kettensäge eignet sich wofür ?

Geschichte

Die vermutlich erste motorisierte Kettensäge stammt aus dem Jahre 1920. Damals wurde diese recht schwere Säge noch von zwei Männern bedient. Diese Kettensäge wurde in erster Linie dafür benutzt, um bereits gefällte Bäume in kleinere Stücke zu schneiden. 1926 brachte das Unternehmen Stihl die erste Motorsäge mit Elektromotor auf den Markt. Erst Ende der 1950er Jahre wurde die erste Motorkettensäge entwickelt, welche von nur einer Person bedient werden konnte. Bis in die 1990er Jahre wurden die Motorkettensägen überwiegend von Waldarbeitern benutzt, da diese ständig mit Bäumen und Sägen zu tun hatten.

Berufsgenossenschaftliche Vorschriften

Mittlerweile sind die Auflagen der Berufsgenossenschaften extrem härter geworden. So darf mittlerweile niemand, der keinen Erlaubnisschein zum Bedienen von Kettensägen hat, eine Kettensäge aus beruflichen Gründen bedienen. Des Weiteren ist eine Schnittschutzhose unbedingt zu tragen. Für die berufliche Benutzung von Kettensägen ist zudem der Gehörschutz sowie ein Helm mit Schutzschirm vor dem Gesicht aufzusetzen. Zudem sind die langärmelige Kleidung sowie Schutzhandschuhe Pflicht, um sich vor umherfliegenden Spänen zu schützen.

Benzin oder Elektro?

Die immer wieder auftauchende Frage, welche Motorkettensäge wohl die bessere sei, lässt sich gar nicht so leicht beantworten. Was für die eine Person ideal ist, kann von der anderen Person als erheblich störend oder lästig empfunden werden. So wurden bereits mehrfach die Sprüche gehört: „Ein richtiger Kerl braucht auch eine richtige Benzin-Kettensäge.“ „Wer eine Akku-Kettensäge hat, kann kein richtiger Kerl sein.“ Dies sind allerdings Sprüche, welche in erster Linie von Arbeitern ausgesprochen wurden, die täglich mit Benzin-Kettensägen umgehen müssen.

Benzin-Kettensäge

Vorteil: Flexibel, überall einsetzbar, besonders geeignet bei Baumschnitten. Unabhängig und überall einzusetzen, auch in alten Gebäuden. Vor allem in Gegenden ohne Stromanschluss einzusetzen. Man kann mit der Benzin-Kettensäge weitaus dickere Äste und Stämme anschneiden als es mit einer Elektrosäge der Fall ist.

Sportlich:

Zudem wird für die groben Arbeiten eine Benzin-Kettensäge für Figuren benutzt, welche aus Eisblöcken geformt werden müssen.Bei einer anderen Sportart, bei der in kürzester Zeit Scheiben aus Baumstämmen geschnitten werden müssen, wird ebenfalls eine Benzinkettensäge benutzt, denn die Benzin-Kettensäge besitzt eine größere Kraft.

Nachteile:

Eine Benzinkettensäge hat ein hohes Eigengewicht, allein schon wegen des Benzintanks und des größeren schweren Motors. Zudem kann aufgrund des Benzinverbrauches der Motor plötzlich während der Arbeit ausgehen. Dann muss erst aufgetankt werden und anschließend erfolgt wieder das Anwerfen des Benzinmotors. Dann muss bei Arbeiten in den Bäumen immer ein zweiter Mann und eine Leine dabei sein, um die Benzinkettensäge anzubinden, damit der Arbeiter in dem Baum die Benzinkettensäge mit dem Seil hochziehen kann. Zudem kann nicht jede Person die Benzinkettensäge starten, da ein Seilzug recht schnell gezogen werden muss und dies einen recht hohen Kraftaufwand erfordert.

Eine Benzin-Kettensäge ist extrem laut, zudem ist kein Schalldämpfer vorhanden. Die Lautstärke des Benzinmotors kommt der zu vertretenden Schallstärke extrem nahe. Aus diesem Grunde müssen damit arbeitende Personen aus Gründen der Sicherheit unbedingt einen Gehörschutz sowie eine Schnittschutzhose tragen.

Elektro-Kettensäge

Vorteil:

Geringes Eigengewicht, dadurch ist das Arbeiten damit auch leichter und einfacher. Die Elektro-Kettensäge ist auch leichter zu handhaben und man kann mit ihr auch feinere Arbeiten durchführen. Extrem leise, daher umweltfreundlich. Startautomatik, da lediglich ein Schalter umgelegt werden muss.

Nachteil:

Die Elektrokettensäge benötigt immer Strom. Dadurch ist der Wirkungsradius auch sehr eingeschränkt. Man muss ständig darauf achten, wie lang das Kabel ist und wo es herläuft. Zudem muss man immer darauf achten, dass das Kabel immer frei ist und sich nicht verheddern kann. Es ist zudem schon sehr häufig vorgekommen, dass mit der Elektro-Kettensäge das Kabel durchtrennt wurde und damit einen Kurzschluss verursachte.

Akku-Kettensäge

Vorteil:

Eine Akku-Kettensäge ist extrem leise und umweltfreundlich. Des Weiteren kann man mit einer Akku-Kettensäge überall arbeiten, auch dort, wo kein Stromanschluss vorhanden ist. Vor allem Buchsbäume werden fast ausschließlich mit einer Akku-Kettensäge geformt und bearbeitet. Mittlerweile werden auch in den Baumärkten die Akku-Kettensägen mit einem Lithium-Ionen-Akku verkauft. Dadurch entfällt die sonst bei den Nickel-Cadmium-Akkus zwangsweise übliche Selbstentladung.

Nachteil:

Ein Akku hält nicht ewig. Dadurch muss man auch zwangsweise pausieren, um den Akku wieder aufzuladen. Selbst wenn man vorher den Akku aufgeladen hat, kann es vorkommen, dass die Akku-Kettensäge plötzlich stehen bleibt, da keine Leistung aufgrund des leeren Akkus mehr vorhanden ist. Zudem ist die Leistung beschränkt. Man kann mit der Akku-Kettensäge nicht so dicke Baumstämme durchtrennen wie mit einer Benzin-Kettensäge. Des Weiteren lässt sich selbst ein etwas dünnerer Stamm nicht so schnell durchschneiden wie es bei einer Benzin-Kettensäge der Fall ist.


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